Das Leben der Ulrika von Hegne
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Schwester Ulrika Nisch wurde 1882 in Mittelbiberach/Württemberg als
Tochter einfacher, frommer Eltern geboren. Der Armut der Eltern wegen
begann sie mit zwölf Jahren als Dienstmagd zu arbeiten. Während dieser
Zeit erkrankte sie schwer und wurde von den Kreuzschwestern gepflegt.
In ihr reifte der Entschluss, selbst Kreuzschwester zu werden. 1907
legte sie im Provinzhaus Hegne die Ordensgelübde ab und verrichtete
fortan einfachste Dienste. Kaum 31 Jahre alt erlag sie am 8. Mai 1913
im Provinzhaus einer Tuberkulose-Erkrankung. |
Menschen,
die Schwester Ulrika kannten, beschrieben sie als einfachen, demütigen,
heiteren und gütigen Menschen, dessen Arbeit vom Gebet getragen und
durchdrungen war. Sie hatte ein tiefes Verständnis für die Not anderer
und genoss unter allen eine hohe Autorität, die ihr durch die
Glaubwürdigkeit ihrer einfachen Frömmigkeit zukam. Schwester Ulrika
erfuhr in ihrem eigenen Leben, dass Gott Leid nicht erspart, aber
durch das Leiden hindurch hilft. Und sie vermochte diese Erfahrung auch
an andere weiter zu geben.
Auch nach ihrem Tod suchten die
Menschen zunächst im Gebet am Grab, später in der Krypta der Klosterkirche Schwester Ulrikas Nähe. Viele Gläubige machen bis heute die Erfahrung, dass Schwester
Ulrikas Trost und Hilfe über ihren Tod hinausreicht und den Menschen, die im
Gebet ihre Fürsprache bei Gott erbitten, Kraft und Zuversicht in ihren Anliegen
zuteil werden lässt.
Am 1. November 1987 hat Papst Johannes Paul
II. Schwester Ulrika selig gesprochen. Seit 1991 ruhen ihre sterblichen
Überreste in der Krypta der Klosterkirche in Hegne.